Flucht vor Corona - das Spiel für alle

CORONASPIEL! Zeigen Sie`s dem Virus! Spannendes Würfelspiel "Flucht vor Corona" für 2-6 Spieler von 6-99 Jahren handgefertigt 30 Fr. bzw. 25 Euro + Versandkosten davon gehen 10 Fr./€ Spende an PRO SENECTUTE GLARUS Tel.055 645 60 20 Bestellungen dort oder: Werner Scherf Tel.055 556 71 88/ wescherf@yahoo.de

Flucht vor Corona - Das Spiel für Jung und Alt

Spielen Sie um die Welt und lernen Corona kennen

Werner Scherf

Das war knapp! In letzter Sekunde zieht Werner Scherf an mir vorbei und erreicht
Wuhan. Ich hänge immer noch in der chinesischen Einreisekontrolle fest, weil ich
sechs Hochrisikoländer besucht habe.
Dabei bin ich so gut gestartet: Von Wuhan hat mich eine sofortige Rückholaktion
direkt nach Deutschland gebracht. Dann aber harzt es, ich komme nur noch langsam
vorwärts. Die USA verweisen mich mehrmals des Landes. Ich muss in Quarantäne,
am Hafen warten, die Abstandsregel hindert mich an der sofortigen Weiterreise.
Einzig von der Intensivstation bleibe ich verschont.
Werner Scherf dümpelt derweil nach dem Start in Wuhan im Indischen Ozean
umher, gewinnt dann aber an Fahrt und überholt mich ganz am Schluss. Aber das
soll auch so sein, schliesslich hat er das Spiel «Flucht vor Corona» erfunden. Zwei
bis sechs Spieler reisen dabei auf verschiedenen Routen um die ganze Welt und
kommen gesund wieder im inzwischen immunisierten China an. Unterwegs müssen
sie diverse Hindernisse überwinden, was das Spiel äusserst unterhaltsam macht.
Viel Fantasie gefragt.
Um ein Spiel zu erfinden, muss man zeichnen und basteln können, man braucht viel
Fantasie und gute Ideen. All dies erfüllt der studierte Kriminalist, Arzt, Dozent und
Familienvater, der auch noch Gedichte schreibt. Er selber ist kein grosser Spieler,
wie er verrät; seine Frau und die vier Kinder hingegen schon.
Vor rund drei Jahren hat er die ersten zwei Spiele erfunden. Als Familie und
Bekannte diese als gut befanden, nahm er mit Verlagen Kontakt auf. «Da wurde ich
mit der realen Welt des kapitalistischen Wirtschaftens konfrontiert», erzählt der
einstige DDR-Bürger. Es ging nur darum, ob die Herstellungskosten günstig seien
und man das Spiel verkaufen könne.
Sehr eindrucksvoll war für ihn der Besuch eines Spiele-Erfinder-Treffens in
Deutschland. «Es war toll zu sehen, wie kreativ ganz unterschiedliche Leute im Alter
von 14 bis 80 Jahren Spiele erfunden hatten.» Aber auch sie wurden auf den Boden
der Realität geworfen: 95 Prozent gingen enttäuscht nach Hause.
Einfaches Spiel für alle
Sein aktuelles drittes Spiel hat sich «einfach so ergeben». Alle waren zu Hause,
Corona war in aller Munde. So kam ihm die Idee zum Würfelspiel für alle – vom Kind
ab sechs Jahren bis zur Rentnerin. Je mehr mitspielen, umso mehr Spass macht es.
Doch auch zu zweit ist es sehr unterhaltsam.
Ein besonderes Anliegen war Werner Scherf, dass «Flucht vor Corona» einfach
daherkommt: «Ich mag keine komplizierten Spiele, mit denen man sich über Tage
beschäftigt.» Würfeln, ziehen, Regeln beachten. Das ist alles.
Von Familie und Bekannten bekam er nach der ersten Probeversion diverse
Verbesserungsvorschläge. Dennoch ging alles sehr schnell: Die Entwicklung dauerte
gerade mal drei Wochen. Aber wie sollte es weitergehen?
Ende März beteiligte er sich an einem Online-Spieler-Treffen eines Verlages. Dieser
fand «Flucht vor Corona» nicht schlecht. Er plane Spiele aber zwei Jahre im voraus.
Ob dann Corona noch ein Thema sei?
So beschloss der baldige Rentner, das Spiel selber herzustellen. Alles in Handarbeit.
«Vielleicht ist es nicht so perfekt wie im Handel, ein Kreis eventuell mal nicht ganz
rund. Aber ganz sicher ist es ein Unikat, das sich bestens auch für ein Geschenk
eignet.»
In der Pro Senectute fand er einen Partner für die Bestellungen. «Zehn Franken pro
verkauftes Spiel gehen als Spende an die Pro Senectute, weil Corona vor allem
ältere Leute schwer getroffen hat.» Eine sympathische Geste. Reich wird der
Erfinder mit dem Spiel sicher nicht, aber die Herstellung bereitet ihm grosse Freude,
wie er sagt.
Bestellungen: Pro Senectute Kanton Glarus, Gerichtshausstrasse 10, Glarus, 055
645 60 20, info@gl.prosenectute.ch; Werner Scherf, Lurigenstrasse 18, 8750 Glarus
Bildlegende
Der Doktor, der Spiele erfindet: Werner Scherf aus Glarus stellt «Flucht vor Corona»
selber her.
Bild Madeleine Kuhn-Baer